1️⃣ Die Basis: Deine Pension als Beamter
Als Beamter bekommst du keine gesetzliche Rente, sondern eine Pension – auch „Ruhegehalt“ genannt.
Sie wird aus Steuermitteln finanziert und ist im Beamtenversorgungsgesetz geregelt. Voraussetzung: mindestens fünf Jahre ruhegehaltsfähige Dienstzeit.
💡 Deine Pension orientiert sich am Einkommen deiner letzten beiden Dienstjahre.
Pro vollem Dienstjahr werden 1,79375 % deines ruhegehaltsfähigen Gehalts angerechnet – maximal 71,75 % nach rund 40 Jahren Dienstzeit.
Danach steigt dein Ruhegehaltssatz nicht mehr, selbst wenn du länger arbeitest.
2️⃣ Beispielrechnung: So sieht deine Beamtenpension in Zahlen aus
Michael (A9, Stufe 8, Jahrgang 1983):
Grundgehalt: 3.754 €
Pension (brutto): 2.731 €
Versorgungslücke: 1.023 €
Tanja (A11, Stufe 8, Jahrgang 1988):
Grundgehalt: 4.691 €
Pension (brutto): 3.386 €
Versorgungslücke: 1.305 €
👉 Selbst mit voller Dienstzeit bleibt also eine deutliche Lücke zum letzten Einkommen.
3️⃣ Früher in Pension? Das kostet dich richtig Geld
Viele Beamte träumen davon, etwas früher in den Ruhestand zu gehen – etwa mit 63.
Aber Achtung: Für jedes Jahr, das du vor der Regelaltersgrenze gehst, wird deine Pension um 3,6 % gekürzt – maximal um 14,4 %.
Die Regelaltersgrenze liegt für alle nach dem 31. Dezember 1963 Geborenen bei 67 Jahren.
Nur für bestimmte Berufsgruppen (z. B. Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug, Soldaten) gelten Sonderregeln.
Das bedeutet: Wer vier Jahre früher geht, verzichtet auf fast ein Siebtel seiner Pension – dauerhaft.
4️⃣ Warum private Altersvorsorge auch für Beamte wichtig ist
Die Beamtenpension ist solide, aber sie ersetzt dein volles Einkommen nicht.
Selbst bei maximalem Ruhegehalt bleibt eine Versorgungslücke von bis zu 30 % – und das im Alter, wenn du mehr Zeit, aber oft auch mehr Kosten hast.
Private Vorsorge ist deshalb kein „Nice to have“, sondern die dritte Säule deiner Absicherung – neben Pension und Beihilfe.
5️⃣ Riester-Rente für Beamte
Auch Beamte können riestern – und von staatlichen Zulagen profitieren.
Du erhältst:
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Grundzulage: 175 € jährlich
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Kinderzulage: 185 € (Geburt bis 2007) bzw. 300 € (ab 2008)
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Steuervorteil: Beiträge bis 2.100 € jährlich (inkl. Zulagen) als Sonderausgabe absetzbar
Um die volle Förderung zu bekommen, musst du 4 % deines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr einzahlen.
Wichtig: Du kannst als Beamter nur privat riestern, nicht über deinen Dienstherrn.
✅ Vorteil: Durch die staatlichen Zulagen sinkt dein Eigenanteil – und du baust trotzdem gezielt Kapital für die Rente auf.
6️⃣ Rürup-Rente (Basisrente) – steuerlich besonders spannend
Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem für Beamte mit höherem Einkommen.
Denn deine Beiträge sind komplett steuerlich absetzbar – 2024 bis zu
So funktioniert’s: Deine Einzahlungen mindern dein zu versteuerndes Einkommen – du zahlst weniger Steuern und sicherst dir gleichzeitig eine lebenslange Rente.
Extra-Tipp 💡: Viele Versicherer (z. B. Allianz) bieten Tarife, die du mit einem Berufs- oder Dienstunfähigkeitsschutzkombinieren kannst. Damit deckst du gleich zwei Risiken ab – Einkommen und Arbeitskraft.
Für junge Beamte, z. B. Beamtenanwärter, eignet sich besonders die BasisRente StartUp, um früh mit kleinen Beiträgen zu starten.
7️⃣ Betriebliche Altersvorsorge (bAV) – warum sie für Beamte nicht möglich ist
Anders als Angestellte stehen Beamte in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis, nicht in einem Arbeitsverhältnis.
Deshalb erhalten sie keine Gehaltszahlungen, sondern Besoldung und können keine Entgeltumwandlung nutzen.
Heißt konkret: Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) gibt es für Beamte nicht.
Private Lösungen – etwa über Riester oder Rürup – sind hier die einzige Möglichkeit, deine Pension gezielt zu ergänzen.
8️⃣ Fazit: Heute vorsorgen – morgen entspannt leben
Die Pension ist eine solide Grundlage. Aber wer sich später etwas leisten möchte, braucht mehr als das.
Mit einer durchdachten privaten Altersvorsorge – ob Riester, Rürup oder ergänzender Investmentlösung – sicherst du dir langfristig finanzielle Freiheit.
👉 Ich helfe dir dabei, deine persönliche Versorgungslücke zu berechnen und das passende Vorsorgekonzept zu finden.
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